Klappen im Ansaugrohr

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Toni
Anfangsdiagnostiker
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Registriert: Donnerstag 12. November 2020, 11:38

Klappen im Ansaugrohr

Beitrag von Toni »

Ich stelle mir gerade die Frage warum in dem Motor Klappen im Ansaugrohr sind. Ich habe mal davon gehört, dass es Motoren gibt die in einem sogenannten Schichtlade Betrieb sowie Homogen Betrieb laufen. Das soll wohl die VW FSI Saugmotoren betreffen. Nun habe ich beim 2.0 Turbo mit dem Kennbuchstaben CDLG gesehen, dass auch dort diese Klappen verbaut sind und ebenfalls das es einen Status der Einspritzung in den Messwerten gibt. Läuft dieser Motor auch in 2 Betriebsarten, oder wofür sind die Klappen und der Status der Einspritzung?

ingola
Meisterdiagnostika
Beiträge: 6
Registriert: Mittwoch 4. November 2020, 14:33

Re: Klappen im Ansaugrohr

Beitrag von ingola »

Hallo Toni, es ist so, die 2 Betriebsarten gab es tatsächlich. VW hat das Konzept aber vor längerer Zeit wieder verworfen. Bei deinem 2.0 Turbo hat es mit den Klappen folgendes auf sich: Da der Motor nur im Homogenbetrieb betrieben wird, werden die Ladungsbewegungsklappen zur
Verbesserung der inneren Gemischbildung verwendet. Bei niedriger Last in einem Drehzahlbereich von
1000 1/min bis 5000 1/min sind die Ladungsbewegungsklappen geschlossen:
-zur Verbesserung der Leerlaufqualität bei kaltem Motor
-zur Erhöhung der Ladungsbewegung und
somit zu einer besseren Laufruhe des Motors
- im Schub gegen Motorruckeln
Im übrigen Drehzahlbereich sind die Ladungsbewegungsklappen geöffnet, um keinen
Strömungswiderstand und dadurch eine Leistungsminderung darzustellen.
Zur Einspritzung sei gesagt, dass es 2 Betriebsarten gibt:
Hierzu wird im Saughubarbeitstakt bei ca. 300° vor Zünd-OT eine Teilmenge eingespritzt. Der Kraftstoff
verteilt sich homogen aufgrund der langen Zeit bis zur Zündung. In der Kompressionsphase bei ca. 60°
vor Zünd-OT erfolgt dann die zweite Einspritzung.
Durch die so erfolgte fette Gemischbildung im Bereich der Zündkerze können sehr späte Zündwinkel bei
stabilem Motorlauf gefahren werden.
Beide Einspritzungen ergeben Lambda 1. Da die Auslassventile bereits geöffnet sind, steigt die
Abgastemperatur sehr schnell an. So wird der Katalysator nach kurzer Zeit (30-40 sec.) auf
Betriebstemperatur (350°C) gebracht.
Bei betriebswarmen Motor sieht es so aus:
Es erfolgt nur noch eine homogene Einspritzung in den Bereich der Zündkerze, da keine zusätzliche
Katalysatoraufheizung erforderlich ist.
Der Motor fährt im Lambda 1.

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